RAID-Systeme in Schweizer Firmen: Überblick & Funktion
Hardware-RAIDs in der Business-IT
Ein Hardware-RAID wird von einem eigenen Controller verwaltet. In Server- und Storage-Systemen kann dieser Aufgaben wie Paritätsberechnung, Queueing und Cache übernehmen. Das kann Vorteile bringen, ersetzt aber nicht die Bewertung von Workload, Cache-Schutz, Controller-Abhängigkeit und Wiederherstellbarkeit.
Software-RAID in Schweizer Unternehmen
Software-RAID kann sowohl in kleinen als auch in größeren Umgebungen sinnvoll sein. Hardware-RAID ist nicht automatisch die bessere Wahl bei hoher Last. Maßgeblich sind I/O-Anforderungen, Controller- beziehungsweise Host-Redundanz, Wartbarkeit und das Verhalten bei einem Ausfall.
Die wichtigsten RAID-Level für Schweizer Firmen
RAID 5 und 6 nutzen verteilte Parität, RAID 10 dagegen Spiegelpaare. Damit unterscheiden sich Kapazität, Schreibaufwand und die Zahl der tolerierbaren Laufwerksausfälle.
RAID-Level erkennen: So analysieren Sie Ihr Firmensystem
Zur Einschätzung des RAID-Levels helfen:
1. Wieviele physische Laufwerke sind vorhanden?
2. Welche Kapazität haben diese?
3. Welche Gesamtkapazität wird durch das System bereitgestellt?
Bei gleich großen Membern helfen die bekannten Kapazitätsformeln bei der Plausibilitätsprüfung. Für die tatsächliche Konfiguration sind jedoch Controller-, NAS- oder Betriebssysteminformationen sowie die RAID-Metadaten aussagekräftiger.
RAID 0 in Schweizer Firmen: Geschwindigkeit ohne Redundanz
RAID 0 kann für temporäre oder anderweitig abgesicherte Daten sinnvoll sein. Da jede Datei über mehrere Member verteilt sein kann, führt der vollständige Ausfall eines Members dazu, dass das Volume nicht mehr konsistent lesbar ist.
RAID 1 für Schweizer Unternehmen - sinnvoll bei hoher Verfügbarkeit
RAID 1 kann einen oder bei mehr als zwei Mirror-Membern mehrere Laufwerksausfälle tolerieren, solange mindestens eine vollständige Kopie erhalten bleibt. Es schützt nicht vor Änderungen am logischen Datenbestand.
RAID 5 in Schweizer Firmen: Betrieb und Rebuild
RAID 5 verbindet verteilte Parität mit guter Kapazitätsausnutzung. Bei einem klaren Einzelausfall und gesunden restlichen Membern gehört der Rebuild zum normalen Betrieb. Bei zusätzlichen I/O-Fehlern oder einem bereits gescheiterten Rebuild sollte nicht einfach erneut synchronisiert werden.
RAID 6: Optimale Lösung für Schweizer Firmen
RAID 6 bietet gegenüber RAID 5 eine zusätzliche Member-Fehlertoleranz. Zwei vollständig fehlende Laufwerke können rekonstruiert werden, sofern alle übrigen benötigten Blöcke lesbar bleiben. Ein Backup bleibt trotzdem erforderlich.
JBOD für Schweizer Firmen - Speicherlösung ohne Redundanz
JBOD bietet keinen eigenen Ausfallschutz. Für Archive oder Backups ist es deshalb nur dann sinnvoll, wenn die Daten zusätzlich unabhängig gesichert sind und ein einzelner Member-Ausfall im Gesamtkonzept berücksichtigt wurde.
NAS-Systeme im Schweizer Unternehmenseinsatz
Ein NAS stellt Speicher zentral über das Netzwerk bereit. Die interne Konfiguration kann RAID 1, 5, 6, 10, ein herstellerspezifisches Layout oder auch einzelne Laufwerke verwenden. Für Ausfallsicherheit und Wiederherstellung zählt die tatsächliche Storage-Konfiguration.
Datensicherung in Schweizer Unternehmen
RAID ersetzt keine Sicherung. Für Unternehmen sollte mindestens ein Datenstand unabhängig vom produktiven Storage und dessen Berechtigungen wiederherstellbar sein.
- Backup-System und Produktiv-Storage soweit sinnvoll in getrennten Fehler- und Berechtigungsdomänen betreiben
- Eine Offsite-, Offline- oder Immutable-Kopie entsprechend dem Schutzbedarf einplanen
- Retention, RPO, RTO und Restore-Tests im Sicherungskonzept dokumentieren
- Medientyp, Retention und Wiederherstellungszeit gemeinsam planen
Automatische Backups sollten versioniert und gegen denselben administrativen Fehler oder Angriff wie das Produktivsystem geschützt sein. Ein Restore-Test zeigt, ob die Sicherung im Notfall tatsächlich nutzbar ist.
Offenlegung
Veröffentlicht am:








